Land übernimmt Mehrkosten für Tagesmütter-Kollektivvertrag

28.04.2026, 15:06

Entlohnung der Tagesmütter und Tagesväter soll erhöht werden – Landesregierung sichert Übernahme der daraus entstehenden Mehrkosten zu – Elterntarife bleiben gleich

Derzeit laufen Verhandlungen um den neuen Kollektivvertrag für Tagesmütter und Tagesväter. Darin vorgesehen ist eine Lohnerhöhung, für die das Land die Geldmittel bereitstellen wird. Die Elterntarife bleiben gleich. (Foto: LPA/Greta Stuefer)
Derzeit laufen Verhandlungen um den neuen Kollektivvertrag für Tagesmütter und Tagesväter. Darin vorgesehen ist eine Lohnerhöhung, für die das Land die Geldmittel bereitstellen wird. Die Elterntarife bleiben gleich. (Foto: LPA/Greta Stuefer)

BOZEN (LPA). Derzeit laufen Verhandlungen, die eine bessere Entlohnung des Tagesmutter-/-vaterdienstes zum Ziel haben. Die Landesregierung hat am 24. April dazu eine wichtige Entscheidung getroffen: Der konventionelle Stundensatz wird rückwirkend ab Jänner 2026 von 10,20 Euro auf 11,60 Euro erhöht, wobei das Land die dabei entstehenden Mehrkosten übernimmt. Die Elterntarife, die derzeit von 0,90 bis 3,65 Euro pro Betreuungsstunde betragen, bleiben gleich.  

In Südtirol begleiten derzeit 235 Tagesmütter über 1000 Kleinkinder im Alter von 3 Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten. Gemeinsam mit den Plätzen in Kinderhorten und Kitas können Familien in Südtirol damit auf ein breites Angebot der Kleinkindbetreuung zurückgreifen. Familienlandesrätin Rosmarie Pamer  erklärt zur Entscheidung der Landesregierung: „Tagesmütter leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Vereinbarkeit für Familien zu ermöglichen. Dies muss sich aber auch finanziell tragen: Die Erhöhung des Grundlohnes soll darum den Dienstleisterinnen, aber vor allem auch den Familien Planungssicherheit geben und den Dienst als Ganzes dauerhaft absichern.“

Die Erhöhung des Stundensatzes ist daran gekoppelt, dass im derzeit auszuverhandelnden Vertrag eine Inflationsanpassung sowie die Einführung eines vollen 14. Monatsgehaltes vorgesehen ist. Daraus ergeben sich jährliche Mehrkosten von rund 1,7 Millionen Euro, die über den Nachtragshaushalt bereitgestellt werden sollen. In den vergangenen Jahren hatte das Land den Tagesmutter-/-vaterdienst mit jährlich rund 4 Millionen Euro Euro unterstützt, rund 3,5 Millionen Euro kamen zudem jährlich von den Gemeinden.

ck