Projekt Klimafitte Baumarten in der ARGE-ALP-Region abgeschlossen

18.11.2024, 08:00

3-jähriges Projekt zum internationaler Erfahrungsaustausch in Innsbruck abgeschlossen - 500 klimafitte Bäume gepflanzt - Erfahrungen ausgetauscht - Erklärung für weitere Zusammenarbeit unterzeichnet

„Der Klimawandel stellt unsere Bergwälder vor enorme Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir grenzüberschreitend zusammenarbeiten und voneinander lernen. Mit dem Projekt haben wir nicht nur einen bedeutenden Beitrag zum Schutz unserer Wälder geleistet, sondern auch den Wissensaustausch zwischen den alpinen Regionen gestärkt“, betont Forstreferent und Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler bei dem Abschlusstreffen.  (Foto: Land Tirol/Jansenberger)
„Der Klimawandel stellt unsere Bergwälder vor enorme Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir grenzüberschreitend zusammenarbeiten und voneinander lernen. Mit dem Projekt haben wir nicht nur einen bedeutenden Beitrag zum Schutz unserer Wälder geleistet, sondern auch den Wissensaustausch zwischen den alpinen Regionen gestärkt“, betont Forstreferent und Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler bei dem Abschlusstreffen. (Foto: Land Tirol/Jansenberger)

INNSBRUCK (LPA). In Innsbruck hat vergangene Woche das Abschlusstreffen des ARGE-ALP-Projekts „Klimafitte Baumarten für die Bergwälder“ stattgefunden. Vertreter und Vertreterinnen aus den 10 Regionen – Bayern, Südtirol, Trentino, Lombardei, Graubünden, St. Gallen, Tessin, Salzburg, Vorarlberg und Tirol – präsentierten die Ergebnisse der dreijährigen Zusammenarbeit.

Im Mittelpunkt des Projekts, das 2021 auf Initiative Tirols ins Leben gerufen worden war, stand der Aufbau eines Netzwerks von Forstexperten und -expertinnen, um den Austausch von Erfahrungen zur Klimawandelanpassung der Bergwälder in der Alpenregion zu fördern. Ziel war es, die alpinen Wälder resilienter gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen – insbesondere durch die Pflanzung klimafitter Baumarten wie Eichen, Ahorn und Lärchen. Diese Baumarten kommen mit höheren Temperaturen, Trockenheit und extremen Wetterbedingungen besser zurecht.

"Die Wahl der Baumarten ist für den Erhalt der Schutzfunktion des Waldes von entscheidender Bedeutung. Wir brauchen stabile und klimafitte Wälder. Alle 10 ARGE-Länder sind sich dieser Wichtigkeit bewusst und stehen in direktem fachlichen Austausch“, betonte Südtirols Landesrat für Forstwirtschaft, Luis Walcher.

Die durch den Klimawandel bedingten höheren Temperaturen bewirken bei Bäumen Trockenstress, der sie für Schädlinge wie den Borkenkäfer und Krankheiten anfälliger macht. Fichten, die unterhalb von 1.000 Metern über dem Meeresspiegel wachsen, leiden besonders. Beim Projekt wurden in den Regionen der ARGE-ALP je 500 klimafitte Bäume gepflanzt – in Summe also 5.000 Bäume. Die Tiroler Forstgärten unterstützten Regionen mit Bäumen aus heimischer Produktion.

Zudem erarbeiteten die Fachleute Berichte zur Klimawandelanpassung und Pflege des Bergwaldes, etablierten einen regelmäßigen Austausch zur Saatgutversorgung und erstellten eine Datenbank zur Saatguterfordernis und -verfügbarkeit. Sie entwickelten Techniken der Pflanzenproduktion weiter. Sie tauschten sich auch über genetische Untersuchungen, Baumschulversuche und Verfahren zur Identifizierung von Saatgutwäldern aus. 

Bei der Veranstaltung unterzeichneten die Partnerregionen symbolisch eine Erklärung zur weiteren Zusammenarbeit. „Da der Klimawandel  unsere Bergwälder vor enorme Herausforderungen stellt, ist es umso wichtiger, dass wir grenzüberschreitend zusammenarbeiten“, sagte Tirols Forstreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler

Info  sind auf klimafitter.bergwald.eu verfügbar.

red/pio

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Projekt „Klimafitte Baumarten für die Bergwälder der ARGE-ALP-Region“

In Innsbruck hat vergangene Woche das Abschlusstreffen des ARGE-ALP-Projekts „Klimafitte Baumarten für die Bergwälder“ stattgefunden. VertreterInnen aus den zehn beteiligten Regionen – Bayern, Südtirol, Trentino, Lombardei, Graubünden, St. Gallen, Tessin, Salzburg, Vorarlberg und Tirol – präsentierten die Ergebnisse der dreijährigen Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt des Projekts, das 2021 auf Initiative Tirols ins Leben gerufen worden war, stand der Aufbau eines Netzwerks von Forstexperten und -expertinnen, um den Austausch von Erfahrungen und Techniken im Bereich der Klimawandelanpassung der Bergwälder in der Alpenregion zu fördern. Ziel war es, die alpinen Wälder resilienter gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels zu machen – insbesondere durch die Pflanzung klimafitter Baumarten wie Eichen, Ahorn und Lärchen, die besser mit höheren Temperaturen, Trockenheit und extremen Wetterbedingungen zurechtkommen.