Seniorenwohnheime: Gemeinsame Verantwortung für gute Betreuung
Landeshauptmann Kompatscher und Soziallandesrätin Pamer tauschen sich mit Verband der Seniorenwohnheime Südtirols und seinen Mitgliedern zu aktuellen Themen aus
BOZEN (LPA). Die Herausforderungen, denen sich Südtirols Seniorenwohnheime aktuell und in Zukunft stellen müssen, standen im Fokus eines Treffens von Landeshauptmann Arno Kompatscher und Landesrätin Rosmarie Pamer mit den Spitzen der Heime und des Verbandes der Seniorenwohnheime Südtirols (VdS). "Der Bedarf an Pflege wird weiter steigen, weil wir viel mehr Lebenszeit, auch mehr Lebenszeit mit Pflegebedarf, haben. Darum müssen wir jetzt die Weichen richtig setzen, um auch künftig gut aufgestellt zu sein", hielt dabei Landeshauptmann Kompatscher fest. Auch für Soziallandesrätin Pamer geht es "um eine gute Weiterentwicklung des Bereichs, der vor allem auf eine konstruktive und dialogorientierte Zusammenarbeit aller beteiligten Partner baut". VdS-Präsidentin Martina Ladurner hob beim Treffen hervor: "In den Südtiroler Heimen wird mit hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Kompetenz gearbeitet. Es braucht gute Rahmenbedingungen und einen ständigen Dialog miteinander, um auch die künftigen Herausforderungen gut meistern zu können."
Die Landesrätin ging übersichtsmäßig auf die aktuellen Kosten ein und hob dabei unter anderem hervor, dass derzeit ein Drittel der anfallenden Kosten für einen Platz im Seniorenwohnheim von den Nutzenden (und/oder deren Familien) getragen werden, zwei Drittel werden von der öffentlichen Hand finanziert. Die Grundtarife hätten sich in den vergangenen Jahren erhöht, wobei 29 Prozent mehr auf die Nutzenden entfallen, die Kostensteigerung auf Landesseite betrage sogar 83 Prozent. "Bei der Gestaltung der Tarife muss auf Kostenwahrheit und soziale Gerechtigkeit geachtet werden", hielt dazu auch der Landeshauptmann fest. Parallel dazu arbeite man von Landesseite auch an Maßnahmen, um das derzeitige System zu entlasten. Beispielhaft nannte dazu Landeshauptmann Kompatscher die Pflegeversicherung, wo derzeit an umsetzbaren Modellen gearbeitet werde.
In der Diskussion mit den Vertreterinnen und Vertreter der Heime ging hervor, dass die Planungssicherheit neben der Personalfrage zu den wichtigsten aktuellen Anliegen zähle. Im Hinblick auf die Personalsuche gaben Michela Morandini, Direktorin des Ressorts Sozialer Zusammenhalt, Familie, Senioren, Genossenschaften und Ehrenamt, sowie VdS-Direktor Oswald Mair einen Überblick über den aktuellen Stand der Diskussionen zum neuen Bereichsabkommen für das Sozialwesen. Landesrätin Pamer informierte zudem darüber, dass gemeinsam mit den Landesfachschulen für Sozialberufe Hannah Arendt der Ausbau der berufsbegleitenden Ausbildung im Pflege- und Betreuungsbereich gearbeitet werde. So laufe im Herbst eine verkürzte neue Ausbildung in mehreren Standorten der Schule an, für die es in fast allen Bezirken noch freie Plätze gebe.
ck
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- Vertretungen des Verbandes der Seniorenwohnheime (rund um Präsidentin Martina Ladurner, im Bild rechts) sowie Führungskräfte der Heime haben beim Treffen mit Landesrätin Pamer und Landeshauptmann Kompatscher aktuelle Themen und Anliegen, unter anderem zur Finanzierung der Seniorenwohnheime, besprochen. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- "Eine konstruktive und dialogorientierte Zusammenarbeit aller beteiligten Partner ist für die gute Weiterentwicklung in diesem Bereich wichtig", hielt Landesrätin Rosmarie Pamer fest. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]
- "Der Bedarf an Pflege wird weiter steigen, weil wir viel mehr Lebenszeit, auch mehr Lebenszeit mit Pflegebedarf, haben", hielt Landeshauptmann Arno Kompatscher beim Treffen fest. (Foto: LPA/Fabio Brucculeri) » [IMG 2 MB]

